Infinite Cooperation

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Chronik der Zukunft

Fotografie: Philipp Klemm

Die Nacht vom 26.04.1986 markiert einen entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit. Im schwäbischen Dettenhausen wird Yanna Rüger geboren. Zeitgleich kommt es im ukrainischen Tschernobyl im Reaktor 4 zu einer Kernschmelze und somit zum Super-GAU, dem grössten, anzunehmenden Unfall in einem Kernkraftwerk. 32 Jahre nach dieser zufälligen Verknüpfung von individueller Geschichte und universeller Katastrophe sucht Yanna Rüger mit den Mitteln des Theaters im Sediment der Geschichte nach Ursachen, nach Hoffnung und Hinweisen auf eine Zukunft, in welcher der Mensch seine Vorherrschaft in der Schöpfung verloren hat und vielleicht Ruhe eingekehrt ist.  Ausgangsmaterial für diese Suche sind  Zeitzeugenberichte aus „Tschernobyl - Eine Chronik der Zukunft“ von Swetlana Alexeijewitsch.  Alexeijewitsch schreibt: "In einer Nacht gelangten wir an einen neuen Ort der Geschichte. Wir sprangen in eine neue Realität und diese Realität überstieg nicht nur unser Wissen, sondern auch unsere Einbildungskraft. Der Zusammenhang der Zeiten riss. Die Vergangenheit war plötzlich hilflos, auf nichts darin konnten wir uns stützen, im allwissenden Archiv der Menschheit gab es keinen Schlüssel, der diese Tür hätte öffnen können. Die Zone.. Eine andere Welt inmitten der übrigen Welt… was sich in Tschernobyl am meisten einprägt ist das Leben danach: Dinge ohne Menschen, Landschaften ohne Menschen, Wege ins Nichts, Telegrafendrähte ins Nichts.
Hin und wieder fragt man sich: was ist das – Vergangenheit oder Zukunft?“

Infinite Cooperation ist ein neuer Zusammenschluss von Künstlern, die nicht an das «survival of the fittest» glauben, sondern durch «Kooperation» die Evolution ihrer Arbeit voranbringen wollen.


CHRONIK DER ZUKUNFT- Theater von Infinite Cooperation
Frei nach dem Buch von Swetlana Alexeijewitsch


Spiel Yanna Rüger, Marius Kob, Thomas Jeker
Künstlerische Leitung Yanna Rüger
Regie Tom Schneider
Bühne/Kostüm Prisca Baumann
Musik Thomas Jeker
Video Heta Multanen
Livekamera Benjamin Burger
Puppenbau Marius Kob
Produktionsleitung Oliver Lau 
Technik Robert Meyer
Regiehospitanz Yanik Riedo 


Koproduktion Fabriktheater Rote Fabrik Zürich
Gefördert durch Stadt Zürich Kultur, Ernst Göhner Stiftung, Fondation Nestlé pour l'Art, Else v. Sick Stiftung, Schweizerische Interpretenstiftung 

Aufführungen 
Fabriktheater, Rote Fabrik, Zürich: 10./11., 13.-18. Februar 2018
Theater der Dinge, Schaubude, Berlin: 13. November 2018
Tuchlaube Aarau, Aarau: 13./15./16. März 2019

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